22.06.2011

Nr. 2/2011: TdL erwartet schwierige Tarifverhandlungen für Ärzte an Universitätskliniken

Die Forderung des Marburger Bundes vom heutigen Tag nach einer Erhöhung der monatlichen Tabellenentgelte für Ärzte an Universitätskliniken um vorgeblich 5 % weist die Tarifgemeinschaft deutscher Länder entschieden zurück. Die vom Marburger Bund vorgelegte Tabelle weist teilweise Steigerungen von mehr als 12 % für viele Ärzte aus. Das entspricht dem 8-fachen der für Pflegekräfte in Universitätskliniken erst vor drei Monaten vereinbarten Erhöhung für 2011.

Die geforderte Erhöhung der Tabellenentgelte würde Steigerungen von bis zu 936 Euro monatlich bedeuten. Das ist im Hinblick auf die seit 2006 bereits mehrfach deutlich verbesserten Arbeitsbedingungen für Ärzte an Universitätskliniken abzulehnen: So erhält eine Assistenzärztin heute bereits im zweiten Berufsjahr rund 900 Euro oder 28 % mehr als vor fünf Jahren.
Die darüber hinaus geforderte Anhebung der Zuschläge für Bereitschaftsdienstentgelte, Überstunden, Nachtarbeit und Arbeit an Wochenenden ist völlig überzogen: Allein die geforderte Erhöhung der Zuschläge für Samstagsarbeit würde die bisherigen Beträge auf das Zehn- bis Fünfzehnfache steigern.

Die TdL erwartet deshalb schwierige Tarifverhandlungen in den für den 12. und den 21. Juli 2011 vereinbarten Terminen.


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