21.10.2011

Nr. 4/2011: Finanzminister Möllring: Ärztestreiks an den Universitätskliniken vollkommen unangemessen

Der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring sagte zu der Androhung von Ärztestreiks an den Universitätskliniken ab dem 7. November 2011: „Dafür habe ich kein Verständnis. Ärztestreiks wären vollkommen unangemessen, denn wir sind den Ärzten in den Verhandlungen weit entgegen gekommen.“ Das gilt für eine deutliche Erhöhung der Ärztegehälter ebenso wie für Verbesserungen bei den Fachärzten mit langer Berufserfahrung und für den Zuschlag bei Nachtarbeit.

Für den Erfolg der Unikliniken sind die Ärzte nicht allein verantwortlich. Medizinische Versorgung auf Spitzenniveau kann in den Unikliniken nur von allen Beschäftigten gemeinsam erbracht werden, dazu gehören auch Pflegekräfte, Laborkräfte, Klinikverwaltung und viele andere Berufsgruppen. Minister Möllring: „Es ist nur fair, wenn sich die Gehälter aller Beschäftigtengruppen in einem angemessenen und vergleichbaren Rahmen erhöhen. Für eine Besserstellung der Ärzte, wie der Marburger Bund sie fordert, besteht keine Veranlassung.“

Dass eine Einigung in den Verhandlungen nicht möglich war, liegt an den völlig überhöhten Forderungen des Marburger Bundes von insgesamt fast 10%. Dabei sind die Ärzte schon jetzt die Spitzenverdiener im öffentlichen Dienst.

Die TdL fordert den Marburger Bund auf, seine unrealistischen Forderdungen zu überdenken und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Ein Streik auf dem Rücken der Patienten ist unnötig, ärgerlich und nicht verantwortbar“, so Minister Möllring.

 

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Wortlaut der Tarifeinigung vom 05.11.2011 >
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